Brandenburger mit starkem Team nach Grimma zur Deutschen Meisterschaft Nachwuchs (18.- 20.07.2014) >
< Hamburg 2014
15.07.2014 21:36 Alter: 3 yrs

Clausthal-Zellerfeld- Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon


Herbert Lange

Herbert Lange

Letztes Wochenende hatten sich 437 Sportler zum „Globetrotter-Harz-Triathlon“ eingefunden. In diesem Rahmen fanden die Deutschen Meisterschaften im Cross-Triathlon statt.

Der für SV Stahl Hennigsdorf startende 68jährige Oranienburger Herbert Lange , immerhin amtierender  Europameister im Schwimmen, nahm erstmals an einer Deutschen Meisterschaft im Triathlon teil. Und dann wagte er sich gleich an eine solch kräftezehrende Disziplin  wie Cross-Triathlon.

Seine Gegner in der AK 65, u.a. der Titelverteidiger Sauer und auch der Duathlon-Weltmeister Wannewitz sowie frühere Deutsche Meister, nahmen Lange nicht als ernstzunehmenden Konkurrenten wahr.

Scherzhaft verteilten die Favoriten vor dem Wettkampf schon mal die Medaillen. Newcomer Lange kam dabei nicht vor. Auch Lange selbst machte sich im Vorfeld keine Hoffnungen auf eine Medaille. 

Umso mehr strahlte er dann auf dem Podest über die Goldmedaille und seinen Überraschungssieg bei seiner Premiere.

Als Schwimm-Spezialist preschte Lange über die 1500m gleich richtig los.

Er hatte nach dem Schwimmen über 10 Min. Vorsprung auf alle seine Konkurrenten.

Auf der Radstrecke dann verkürzten seine Mitstreiter den riesigen Vorsprung gleich um einige Minuten. Nur der haushohe Favorit, der Duathlon-Weltmeister Helke Wannewitz aus Fürstenwalde, hatte auf dieser selektiven Mörderstrecke riesige Probleme bei einer Panne und verlor weitere Minuten.

Es ging auf der 32 km-Strecke im wahrsten Sinn des Wortes über „Stock und Stein“. Auch die Fahrten durch riesige Schlammpfützen machten die Sportler als Teilnehmer sofort erkennbar.  Die Strecke ging querfeldein,  z.T. auch nur auf Trampelpfaden. Es mussten steile und gefährliche Abfahrten und lange Anstiege gemeistert werden. Herbert lachte:“ Ich wusste gar nicht, dass es im Harz solch hohe Berge gibt.“

Herbert hatte gut Lachen, hatte er doch nach dem Radfahren immer noch über 5 Minuten Vorsprung vor dem Titelverteidiger aus dem letzten Jahr, dem Hessen Herbert Sauer.

So langsam wurde Lange auch klar, dass er sogar Chancen auf eine Medaille hatte. Mit Gold rechnete er da immer noch nicht.

Auf der bergigen 10km Laufstrecke hatte er seine Konkurrenten im Blick und konnte so den immer geringer werdenden Abstand verfolgen. Er konnte sich also seine Kräfte einteilen und sich auf einen evtl. Endspurt einstellen.

Der Vorsprung auf die Laufspezialisten schmolz immer weiter. Ohne sich verausgaben zu müssen konnte Lange den auf 39 Sek. geschmolzenen Vorsprung ins Ziel retten. Wannewitz wurde durch seine Panne auf den 4. Platz zurückgeworfen.

Lange freute sich überschwänglich sich über die nie und nimmer erwartete Goldmedaille in der AK 65 und den Titel „Deutscher Triathlon-Meister 2014“. Seine Gesamtzeit von 2:59:22 Std. hätte auch zum Sieg in der AK 60 und sogar in der AK 55 gereicht. 

Mit dieser bravourösen Leistung hat sich Lange neben Wannewitz für die WM im Cross-Triathlon, dem sogenannten X-TERRA, im Zittauer Gebirge im August qualifiziert. Hier müssen die beiden Brandenburger Lange und  Wannewitz jetzt mit zu den Favoriten gezählt werden.

Ein weiterer brandenburger Triathlet hatte sich der Herausforderung im Harz gestellt.Nic Rohmann, Bernauer Lauffreunde, erreichte einen 4. Platz in der AK45 in 2:29:26 Std.