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28.06.2018 14:32 Alter: 109 days

Zweiter polnisch-deutscher Cross-Duathlon in Drzonkow

ein Bericht von Helke Wannewitz


Am vergangenen Samstag gab es die zweite Auflage des polnisch-deutschen Cross-Duathlons im Olympiazentrum „WOSIR“ in Drzonkow nahe der Wojewodschaftshauptstadt Zielona Gora. Auch in diesem Jahr war wieder eine schlagkräftige brandenburger Sportdelegation, allen voran 8 Triathleten vom deutschen Partnerschaftsverein des WOSIR, dem  Triathlonverein Fürstenwalde mit dabei. Die TVFler wurden von Martin Hümbert vom Zeppelin-Team OSC Potsdam und Jens-Uwe Gutsche vom MSV Tripoint Frankfurt/Oder unterstützt.

Alle waren bereits am Freitag gemeinsam angereist und konnten sich nach der obligatorischen Begrüßung und dem gemeinsamen Abendessen auf der Testrunde mit dem Mountainbike einen Eindruck davon verschaffen, was sie am nächsten Tag erwarten würde.

War es im letzten Jahr noch sehr kalt und windig gewesen, waren diesmal hochsommerliche Temperaturen und anspruchsvolle, sandige Pisten das „Salz in der Suppe“ dieses hochkarätigen Wettkampfes.

In dem übersichtlich und gut organisierten Wechselareal im dortigen Olympiastützpunkt gingen um 10 Uhr Jens-Uwe Gutsche, Thomas Brauer und Helke Wannewitz als erste in den Wettkampf über 5 km Laufen, 20 km MTB und einen abschließenden 2,5 km-Lauf, in dem sie nach „knüppelharter Arbeit“ (Originalton Gutsche) in der nach oben offenen Altersklasse männlich über 50 Jahre die Plätze 3 (Jens-Uwe Gutsche), 4 (Helke Wannewitz) und 6 (Thomas Brauer - nach Sturz auf der Radstrecke) belegten.

Um 12.30 Uhr starteten dann alle anderen im Hauptwettkampf über 5 km Laufen, 30 km MTB und nochmalige 5 km Lauf. Auch hier ging es von Anbeginn an vehement zur Sache, wobei das Highlight das Radfahren war, das streckenweise einem furiosen MTB-Rennen glich. Hierbei konnte Martin Hümbert - nach dem 1. Laufen bereits an zweiter Stelle liegend - in der Spitzengruppe gut mithalten und seine Kräfte taktisch klug einteilen, um beim 2. Lauf dann nach sehr schnellem Wechsel mit einer enormen Energieleistung die Verfolger auf Distanz zu halten und in 1:46:17 Std. seinen Vorjahres-Gesamtsieg zu wiederholen. Von den Strapzen sichtlich gezeichnet, aber überglücklich gab er bereits sein Siegerinterview, während die TVF-ler weiter um die Verbesserung ihrer Position im Feld kämpften. Bereits auf dem 10. Gesamtplatz kam nach 1:56:59 Std. Frank Rieger ins Ziel und gewann damit die AK m ü. 50. Drei Plätze dahinter finishte in 1:59:22 Std. Jörn Bartusch. Das war Platz 6 in der AK m 40.  Daniel Dükert, der vor allem auf dem Rad sehr gut zurecht kam belegte in dieser AK in 2:04:18 Std. den 10. Platz und wurde Gesamt-20., kurz gefolgt von Steffen Knappe, der nach der ersten Radrunde Luft aufpumpen musste und so wertvolle Zeit verlor. Dennoch reichte es für ihn als Gesamt 21. für Platz 3 in der AK m ü. 50! Pech hatte auch Ulf Kulling, der sich in der zweiten Radrunde verfahren hatte und damit ebenfalls wertvolle Minuten einbüßte. Nach 2:20:53 Std. finishte er als Gesamt-29. und 6. in der AK m ü.50 und komplettierte damit das insgesamt erneut hervorragende Abschneiden der brandenburger Sportler.

Das Urteil Aller war unisono: ein schöner, aber verdammt harter Wettkampf, den man aufgrund fehlender steilerer Anstiege leicht unterschätzt, der aber von den Akteuren die letzten „Körner“ fordert und gerade hinten heraus richtig „weh tut“! Dennoch wollen Alle im nächsten Jahr bei der dann dritten Auflage des polnisch-deutschen Cross-Duathlons in Drzonkow wieder mit dabei sein.