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22.08.2017 19:45 Alter: 32 days

Die O-See-Challenge im Zittauer Gebirge - einmal mehr eine Herausforderung der besonderen Art!


1,5 km Schwimmen im Olbersdorfer See, 37 km auf dem Mountainbike über einen mit deutlich über 1000 Höhenmetern und entsprechend langen und steilen bergauf- und halsbrecherischen bergab-Passagen gespickten Trail und danach 10 km auf einer wie ein Hindernisparcours anmutender Laufstrecke - das sind die bekannten Markenzeichen des Cross-Triathlons im Zittauer Gebirge. Wer sich darauf einlässt, der ahnt zumindest, was ihm dort blüht! Dennoch hatten auch in diesem Jahr fast 1000 mutige Sportler für diese mit unglaublich viel Aufwand und wieder sehr professionell organisierte Veranstaltung gemeldet, wobei sich die Meisten dann doch für die etwas entschärften Varianten "O-See-Original" bzw. "O-See-light" entschieden hatten.                                                         

Nicht so Steffen Knappe und ich, die wir (wie auch die Hümbert-Brüder vom Zeppelin-Team OSC Potsdam) an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen wollten und von daher  den auch für die Xterra-Wertung ausgeschriebenen schwersten Wettkampf absolvieren mussten.

Ging uns das Schwimmen trotz Neoverbot noch ganz gut von der Hand, zeigte sich auf dem Rad sehr schnell,  was der nächtliche Regen für den Parcours für Folgen hatte:  lange steile Anstiege wechselten sich mit tief verschlammten Waldpassagen ab, so dass man des Öfteren ungewollt vom Rad musste. Das betraf auch die mit Wurzeln, Steinen und hohen Absätzen gespickten Abfahrten, die somit nicht weniger Mut und Kraft kosteten. Insofern waren wohl alle Teilnehmer froh, die nach diesem kräftezehrenden Ritt ihr Bike wieder einigermaßen unversehrt im Wechselgarten abstellen  konnten.

Allerdings forderte der abschließende Lauf nicht weniger Energie, denn die Veranstalter hatten den ohnehin teilweise matschigen und schlammigen Streckenverlauf mit zusätzlichen Hindernissen wie Treppen, Bach- und Grabenquerungen, Strohballenhindernissen und weiteren "Schikanen" zusätzlich gewürzt!

Die Freude der ins Ziel gekommenen Athleten war daher groß, alles heil überstanden zu haben. Auch über unsere Ergebnisse konnten wir uns freuen, denn Steffen Knappe, der auf dem Rad sehr gut zurecht kam hatte nur mit dem Lauf seine Probleme. Er kam nach 4:08:15 h als 14. in seiner Altersklasse und Gesamt- 149. ins Ziel. Auch ich sollte  beim Laufen "Federn" lassen, denn 3 km vor dem Ziel musste ich - bis dahin in der AK-Wertung in Führung liegend einen AK-"Kollegen" vorbei ziehen lassen, womit ich die erfolgreiche Titelverteidigung natürlich vergessen konnte. Dennoch freute ich mich auch über den  Vizemeistertitel sehr und vor allem darüber, die Tortur, bei der ich mir 2014 bei ähnlichen äußeren Bedingungen eine schwere Verletzung zugezogen hatte, diesmal heil überstanden zu haben. In 4:37:05 h wurde ich 2. Der AK In der DM- und Xterra-Wertung. Auch die Hümbert-Brüder waren mit ihrer Leistung zufrieden: in 3:10:46 h finishte Martin als 7. und in 4:06:08 h Christoph als 22. seiner Altersklasse. Eine Klasse für sich war der junge Cottbuser Rex Bryan vom TSV, der in beeindruckenden 3:13:46 h die AK 18-19 Jahre (!) gewinnen konnte.                                                             

Gesamtsieger des Rennens wurden bei den Herren der Neuseeländer Sam Oshborne in 2:36:57 h und bei den Damen die Ungarin Brigitte Poor in 3:00:56 h.

 

Text: Helke Wannewitz, Bild: Verein