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02.05.2017 15:01 Alter: 205 days

TVF-ler räumen beim ersten Deutsch-Polnischen Cross-Duathlon im WOSIR Drzonkow ab


Am 30. April fand im Olympiazentrum „Wosir“ in Drzonkow nahe der Wojewodschaftshauptstadt Zielona Gora der erste Deutsch-Polnische Cross-Duathlon statt.
Es handelt sich hierbei um ein Projekt im Rahmen der europäischen Regionalförderung, dass maßgeblich durch die Europäische Sportakademie initiiert und mit dem im Februar abgeschlossenen Partnerschaftsvertrag zwischen dem WOSIR und dem Triathlonverein Fürstenwalde möglich geworden war und die regionale Partnerschaft zwischen beiden Regionen weiter befördern soll.


Aus Brandenburg angereist waren neben 6 TVF-lern auch die Hümbert-Brüder vom OSC Zeppelin-Team Potsdam. Alle wurden vor Ort von der Organisatorin herzlich begrüßt.
Nach einem gemeinsamen Kaffeeimbiß wurden die Quartiere bezogen und dann ging es gemeinsam auf die erste Erkundungsfahrt zur Wechselzone und hinaus auf die Radstrecke. Diese, obwohl nicht sonderlich profiliert, erwies sich dann durch viele Wurzeln und diverse „Sandfallen“ als schnell, aber doch durchaus anspruchsvoll und kräftezehrend.
Am nächsten Tag mussten- bei sehr kühlen Temperaturen- zuerst Doreen Rosenke, Thomas Brauer und Helke Wannewitz ran, die für die „Hobbystrecke“ über 5 km Laufen, 20 km MTB und dann nochmals 2,5 km Laufen gemeldet waren. Schon hier ging es von Anfang an mächtig zur Sache, wobei die drei TVF-Athleten gut mithalten konnten. Am Ende gelang Doreen in 1:55:09  der zweite Platz in der AK-Wertung und der 6. Gesamtplatz innerhalb der weiblichen Konkurrenz. Thomas kam nach 1:42:14 als 4. seiner Altersklasse und Gesamt-33. ins Ziel und Helke konnte als mit Abstand ältester Teilnehmer und Gesamt-21. die Altersklasse über 50 Jahre gewinnen und den Siegerpokal in Empfang nehmen.
Auf der „Hauptstrecke“ über 10 km Laufen, 40 km MTB und nochmals 5 km Laufen waren dann neben Jörn Bartusch und Steffen Knappe auch Martin und Christoph Hümbert gemeldet. Alle waren durch die  Schilderungen der Vormittagsstarter, aber wohl auch angesichts des schon rein optisch hochkarätigen Starterfeldes sichtlich nervös, bevor es zum Start ging. Hier wurde beim ersten Lauf bereits ein höllisches Tempo vorgelegt, dem nur Martin und Jörn einigermaßen folgen konnten. Martin wechselte dann als 4. Und Jörn im guten Vorderfeld aufs Rad, während Steffen und Christoph „von hinten angreifen“ mussten.
Schnell zeigte sich, dass sich mit Agneszka Jerzyk eine „Duathlonlady“ im Feld befand, der kein Kraut gewachsen war. Konnte Martin auf der ersten Radrunde noch mithalten, vergrößerte sie ihren Vorsprung von Runde zu Runde und kam schließlich mit über 3 Min. Vorsprung vor dem ersten Mann als Gesamtsiegerin ins Ziel! Dass es sich bei ihr um eine Profisportlerin und ein Mitglied der poln. Nationalmannschaft handelte, schmälert ihre Leistung keineswegs. Martin musste am Ende dem höllischen Tempo Tribut zollen und verlor auf der letzten Radrunde die Führung in der Männerwertung, konnte aber den Gesamt- und AK-Platz 2 (und 500 € Preisgeld!) sichern. Auch Jörn musste an seine Grenzen gehen, um als Gesamt 6. seine Altersklasse gewinnen zu können. Steffen Knappe lieferte mit einer unglaublichen Energieleistung die fünftbeste Radzeit ab und kam in seiner Altersklasse als zweiter und gesamt 11. ebenfalls aufs Treppchen! Christoph Hümbert, der nach dem Radsplit am liebsten das Rennen beendet hätte, kämpfte sich schließlich doch noch auf Gesamt-Platz 15 durch!
So konnte sich das kleine aber feine Brandenburg-Team unterwegs im Wettkampf und bei den Siegerehrungen durchaus eindrucksvoll in Szene setzen und die Ehre unseres Bundeslandes mehr als „retten“! Dafür gilt allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön!!!
Bleibt nur zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr bei der zweiten Auflage des Deutsch-Polnischen Crossduathlons mehr Sportler aus unserem Verein und aus Brandenburg aufmachen, um bei dieser schönen und mit sehr viel Liebe und Gastfreundschaft organisierten Veranstaltung dabei zu sein und auf diese Weise auch ein stückweit unsere Nachbarschaft auch sportlich zu leben!

Helke Wannewitz